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Was bedeutet neurovisuelle Rehabilitation?
Die neurovisuelle Rehabilitation ist eine spezielle Therapieform für Menschen, die nach einer neurologischen Erkrankung – zum Beispiel einem Schlaganfall oder einem Schädel‑Hirn‑Trauma – Probleme mit dem Sehen entwickelt haben.
Der Begriff „neurovisuell“ setzt sich aus zwei Bereichen zusammen:
- „Neuro“ bezieht sich auf das Gehirn
- „Visuell“ bezieht sich auf das Sehen
Im Mittelpunkt steht also die Zusammenarbeit zwischen Augen und Gehirn.
Nach einer Schädigung des Gehirns kann es unter anderem zu folgenden Einschränkungen kommen:
- Ausfälle im Gesichtsfeld (z. B. wird eine Seite nicht mehr wahrgenommen),
- Doppelbilder,
- Schwierigkeiten beim Lesen,
- Probleme mit der räumlichen Orientierung,
- ein beeinträchtigter Gleichgewichtssinn.
Ziel der neurovisuellen Rehabilitation ist es, diese Veränderungen gezielt zu erfassen und durch individuell angepasste Trainingsmaßnahmen die visuelle Funktion und Orientierung im Alltag zu verbessern.
Gesichtfeldausfälle
Aus unterschiedlichen Gründen kann es zu einem Gesichtsfeldausfall kommen. Ein Gesichtsfeldausfall bedeutete, dass ein Teil des Sehfeldes "fehlt". Man sieht in bestimmten Bereichen unscharf, oder auch gar nicht mehr, ohne dies vielleicht zu merken. Viele beschreiben es als Schatten, Tunnelblick, oder " irgendwas stimmt einfach nicht".
Leider wird dies nicht immer beim Augenarzt erkannt, da die Beschreibung unzpezifisch ist.
Solch ein Ausfall kann erheblich den Alltag verändern und einschränken. Die Ursachen können sehr vielfältig sein und müssen unbedingt abgeklärt werden.
Ist die Ursache klar, kann man über ein Training der Augen den Alltag oft verbessern und erleichtern. Den Gesichtsfeldausfall kann man nicht wegtrainieren. Allerdings kann man das Sehverhalten verändern und damit die Defizite ausgleichen.
Schädelhirntrauma
Nach einem Schädelhirntrauma ist das Visuelle System meist auch aus dem Gleichgewicht geraten. Dadurch kann es zu erhebliche Unsicherheiten im Alltag und erhöhter Sturzgefahr kommen.
Durch ein gezieltes Training können die Unsicherheiten deutlich verbessert werden und das visuelle System ins Gleichgewicht gebracht werden.
Neurodegenerative Erkrankungen
Bei Neurodegenerativen Erkrankungen wie zum Beispiel Parkinson, Multiple Sklerose oder Demenz ist das visuelle System sehr häufig auch betroffen. Durch ein gezieltes Training kann man die räumliche Orientierung und die damit verbundene Selbstständigkeit deutlich verbessern und den Verlauf der krankheitsbedingten Unsicherheiten und Sturzgefahren verlangsamen.
Tumore oder Durchblutungsstörungen im Gehirn
Auch hier können zahlreiche visuelle und räumliche Wahrnehmungsstörungen entstehen.
Durch ein gezieltes Training können die Unsicherheiten deutlich verbessert werden und das visuelle System ins Gleichgewicht gebracht werden
Termine
Ich lege zu Beginn des Trainings grundsätzlich 10 Termine fest. Benötigen wir weniger Termine streiche ich die restlichen Termine und es entstehen für diese keine Kosten.
Die festgelegten Termine sind bindend und müssen gut kontrolliert werden. Termine sind mit genügend Zeit verschiebbar. Bei kurzfristiger Absage werden diese anteilig in Rechnung gestellt.
Kosten
Das Trainingsmaterial wird verliehen. Die Leihgebühr ist im Gesamtpreis der Trainingseinheit enthalten. Das Trainingsmaterial wird individuell für jedes Training zusammengestellt und für die Übungen ausgeliehen. Bei Verlust oder Beschädigung wird das Material entsprechend der Preisliste ersetzt.